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26.4.12

Ausstellung Stefan Fabi


Graphik: FLS, Holzschnitt, 31 x 238 cm, 2-2012


Austellung/mostra/exhibition
Stefan Fabi
Blatt/Schnitt
11.5. - 11.6.2012
Öffentliche Bibliothek Mals
Eröffnung, 11.5.2012 um 19 Uhr
Begrüßung: Gemeinderefentin Dr. Marion Januth
Einführung: Sonja Steger
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich

Stefan Fabi
Ein Künstler aus Passion, der unbeirrbar seinen künstlerischen Weg geht.
Mit einer Vehemenz verarbeitet er die Geschichten des Lebens, schöpft einfühlsam aus einem inneren Reservoir, in dem Vergangenes sorgsam abgespeichert wurde und an die bildnerische Oberfläche drängt.
Vorbelastet von Seiten des Vaters, selbst Lithograph und Maler, der dem Sohn das zeichnerische Talent und Pinsel und Farben vermachte.Was einst Spielzeug war, wurde zu Fabis künstlerischem Werkzeug.
Fabis Motive, die zwischen Realem und Abstrakten angesiedelt sind, werden mit einer fast naiv anmutenden Leuchtkraft hervorgebracht.Der Prozess des Entstehens ist ein stiller, einsamer, die Themen entstehen durch das Hinschauen auf das Leben.Für das Beobachten, mit einer unschuldigen Neugier waren die Augen immer markant. So wurden Augen fast zu einem unverkennbaren Markenzeichen in seinen Arbeiten, die Gesichter dominierten, das Schauen wurde zum Wichtigsten. So sind die Augen in Fabis Bilderwelt gekommen und haben sich durch ihre Größe hervorgetan und wurden zum unverkennbaren Bildzeichen in Fabis Formensprache.Stefan Fabi ist über die Malerei zum Holzschnitt gekommen und sieht sich auch selbst als Holzschneider, der Bilder entwirft, weiterentwickelt und zu einer vereinfachten Bildsprache reduziert auf das Wesentliche, das dann in Holz geschnitten wird.Fabi zeichnet und schneidet die Geräusche des Lebens nach.
Fabi malt Gegebenheiten und Erlebnisse und gibt sie in Bilderzählungen wieder. In diesen offenbaren sich andere Sichtweisen, Ängste, Berührungen, Liebe, Lust und Umarmung, die gefühlvoll spürbar werden. Stefan Fabi vermittelt in seiner Bildsprache, Ausdruck, Freude und eine ihm eigene Intensität.Seine kreative Kraft kommt auch in seinen Installationen, in denen Fundstücke entfremdet und verarbeitet werden, stark zum Ausdruck. Fabi, der sich schon länger mit Schrift, Literatur und Druckgrafik auseinandersetzt, geht seinen Weg über die Malerei hinaus und sucht nach Anknüpfungspunkten im geschriebenen Wort, das auf Leinwand oder als Holzschnitt zur Komposition wird.Eine ihm eigene, spartenübergreifende Arbeitsweise bringt ein für einen 32-Jahre jungen Künstler sehr umfangreiches Oeuvre hervor, das ständig anwächst und erweitert wird. Fabi ist in seiner Umsetzung vielseitig, er vermengt, fügt zusammen und schneidet seine Spuren ein. Sein künstlerischer Werdegang scheint vorgezeichnet zu sein.

Verena Nussbaumer
Kunsthistorikerin Salzburg – Wien, 2010
http://www.s-fabi.it/

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