Liebe LeserInnen und BesucherInnen!

Die Bibliothekarin der Hauptstelle in Mals ist Gudrun Kuenrath (Hauptamtliche Leiterin) . Neben dem Hauptsitz in Mals gibt es noch in folgenden 5 Fraktionen Leihstellen, die von ehrenamtlichen Mitarbeiter/Innen betreut werden: Tartsch (Paulmichl Priska), Matsch (Weisenhorn Karoline) , Laatsch (Gander Helga), Schleis (Obkircher Brigitte), Burgeis (Marth Marika).

Unser Träger ist die Gemeinde Mals: http://www.gemeinde.mals.bz.it/

Herzlich Willkommen und viel Spaß beim "Durchstöbern"unserer Angebote und Veranstaltungen!

23.3.15

Robert Asam - Vietnam, auf dem Weg in eine neue Zeit (Reisebilder und Reportagen)



Der Autor Robert Asam besuchte am Freitag, 20.März unsere Bibliothek, um den Zuhörern das Thema Vietnam und zugleich auch ein Stück Geschichte näherzubringen. In der informativen und spannenden Stunde konnten die zahlreichen Zuhörer (ca 15) einen Einblick in die Reisen des Autors gewinnen. Sehr beeindruckt hat die Botschaft der Vietnamesen, dass man nicht vergessen, aber sehr wohl verzeihen muss. Man muss bedenken, an welchen Spätfolgen des Krieges sie heute noch leiden müssen. Das Zitat des Professors und Reiseführers Luong Van Hong "Ihr habt eine Uhr und ich habe Zeit" ist besonders in den Köpfen der Zuhörer gelieben. Dankeschön!


ROBERT ASAM (geb. 1953) war bis Herbst 2012 Berufsjournalist, zuletzt Chefredakteur beim öffentlich-rechtlichen Sender Rai Südtirol. Er lebt und arbeitet als freier Autor in seiner Heimatstadt Meran. Zu seinen bevorzugten Reisegebieten gehören Südostasien und vor allem Vietnam, das er zuletzt 2013 besucht hat.
www.robert-asam.com

Freitag, 20.03.2015
Bibliothek Mals
20 h


Wer Vietnam besucht, entdeckt ein Land voller Gegensätze. Der Wasserbüffel im Reisfeld gehört ebenso zum Alltag wie der Porsche Cayenne im Verkehrsgewühl von Hanoi. Vietnam träumt den Traum vom Tigerstaat und bespricht sich mit den Ahnen, damit das Unterfangen gelingen möge. Von den altbekannten Agitprop-Plakaten grüßt noch immer ein gütiger Onkel Ho, aber die Stadtjugend zieht Bill Gates vor. Erstmals wächst in Vietnam eine Generation heran, die keinen Krieg erlebt hat und auch nicht ständig daran erinnert werden will. Die USA, der Feind von einst, ist zum wichtigsten Handelspartner Vietnams geworden. Längst ist der US-Dollar eine Parallelwährung zum Dong und Coca Cola eine ernsthafte Konkurrenz zum Grünen Tee. Das Land hat sich geöffnet und sucht seinen Weg zwischen freier Marktwirtschaft und autoritärem Einparteiensystem. Ein Drahtseilakt, den die Reisebilder und Reportagen dieses Buches veranschaulichen wollen. Sie führen an Orte abseits der üblichen Reiserouten und erzählen von Menschen, die für das traditionelle Vietnam ebenso stehen, wie für das Land, das versucht, die vielen verlorenen Jahre wettzumachen. Solchen Menschen begegnete ich zum Beispiel im Dorf der Freundschaft nahe Hanoi. Hier wohnen Kinder, Jugendliche, Alte, die ein gemeinsames Schicksal verbindet: Sie leiden an den Spätfolgen von Agent Orange. Das Dorf der Freundschaft ist ein Friedensprojekt. Dort wird für ein menschenwürdiges Leben und etwas Gerechtigkeit gekämpft. Dieser Kampf dauert an, obwohl der Krieg seit knapp 40 Jahren beendet ist. 





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